Donnerstag, 3. August 2017

Wir gratulieren den Preisträgerinnen und Preisträgern postpoetry.NRW 2017

Lyrikerinnen und Lyriker:

Rolf Birkholz, Gütersloh
Philipp Blömeke, Bochum
Annette Hagemann, Hannover/Münster
David Krause, Kerpen
Bastian Schneider, Köln/Wien

Nachwuchsautorinnen und -autoren:

René Kartes, Münster
Ada Charlotte Kilfitt, Bochum 
Johanna Mack, Lünen
Sophie Rebentisch, Münster
Mirjam Wittig, Witten.

Die Textauswahl trafen

in der Jury Lyriker NRW :
Prof. Dr. Claudia Blasberg, Literaturwissenschaftlerin, Universität Münster
Andreas Heidtmann, Verleger poetenladen, Leipzig, 
José F. A. Oliver, Lyriker/Autor, Hausach.

in der Jury Nachwuchs NRW:
Monika Littau (Autorin, Projektleitung postpoetry.NRW)
Tamara Malcher (Nachwuchspreisträgerin 2016)
Thang Toan Nguyen (Nachwuchspreisträger 2016)

(Autorinnen und Autoren, Gedichte sowie Kurzlaudationes werden zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt.)


Mittwoch, 26. April 2017

Ausschreibung postpoetry.NRW 2017

Wettbewerb 2017 für Lyrikerinnen und Lyriker sowie
Nachwuchsautorinnen und -autoren aus Nordrhein-Westfalen

Die Gesellschaft für Literatur in NRW sowie der Verband deutscher Schriftsteller (VS NRW) loben 2017, unterstützt vom Land Nordrhein-Westfalen (MFKJKS), zum achten Mal den Wettbewerb postpoetry.NRW“ aus. Gefördert werden soll mit diesem Wettbewerb die Lyrikszene des Landes und besonders die Zusammenarbeit von erfahrenen Lyrikerinnen und Lyrikern mit Nachwuchsautorinnen und -autoren.

Bewerben können sich bis zum 01. Juli 2017

  • Lyrikerinnen und Lyriker aus NRW (Wohnsitz und/oder Geburtsort), die mindestens eine eigenständige Buchveröffentlichung nachweisen können,  
    sowie
  • Nachwuchsautorinnen und -autoren aus NRW (Wohnsitz) im Alter von 15-23 Jahren

mit je drei unveröffentlichten (auch nicht im Netz veröffentlichten) Gedichten sowie einer Kurzbiografie/-bibliografie. 
Langgedichte sind nicht zugelassen. Die Texte sollten auf einem Postkartenformat Platz finden können.
Eine Wiederbewerbung von Preisträgerinnen und Preisträgern der vergangenen Jahre ist erst nach drei Jahren erneut möglich.

Preise
werden vergeben in der Kategorie

Lyrikerinnen und Lyriker des Landes Nordrhein-Westfalen:
  • 5 Geldpreise in Höhe von insgesamt 7.500 €
Mit der Auswahl eines Gedichtes verbindet sich
die Gestaltung und Veröffentlichung des Textes als Lyrikpostkarte in hoher Auflage
voraussichtlich eine honorierte Lesung in den Regionen des Landes Anfang 2018.
und in der Kategorie

Nachwuchsautorinnen und -autoren aus Nordrhein-Westfalen
  • 5 Geldpreise in Höhe von insgesamt 1.500 €
  • 1 zusätzlicher Publikumspreis für eine/n der jungen Autorinnen oder Autoren in Höhe von 450 €. (Die Vergabe erfolgt durch die Anwesenden der Preisverleihung.)
  • jeweils ein Mentoring/ein Workshop mit den erwachsenen Preisträgerinnen und Preisträgern
  • Gestaltung und Veröffentlichung des Gedichtes als Lyrikpostkarte in hoher Auflage
  • voraussichtlich eine honorierte Lesung in den Regionen des Landes Anfang 2018.

Verpflichtend ist für die Preisträgerinnen und Preisträger
  • die Teilnahme an einem gemeinsamen Workshop
  • sowie die Anwesenheit bei der Preisverleihung (voraussichtlich November 2017)

Die Urheberrechte für die ausgewählten Gedichte bleiben bei den Autorinnen und Autoren, die sich jedoch mit der Veröffentlichung des Textes auf den postpoetry-Postkarten sowie seiner Verwendung für Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation einverstanden erklären. 

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Einsendung
Teilnehmende Lyrikerinnen und Lyriker aus Nordrhein-Westfalen sowie
Nachwuchsautorinnen und -autoren (Alter von 15-23 Jahren)
werden gebeten, ihre Einsendung, bestehend aus
3 anonymisierten, unveröffentlichten Gedichten (mit einem Kennwort versehen),
1 Kurzbiografie (mit Geburtsjahr/Geburtsort und Kennwort)
der Postanschrift und Telefonnummer und
1 Veröffentlichungsliste (falls vorhanden)
in einer E-Mail und versehen mit dem

Betreff „postpoetry. - Lyriker NRW“
oder
„postpoetry. - Nachwuchs NRW“

bis zum 01. Juli 2017
an die E-Mail-Adresse 
 
zu übersenden.




                

Freitag, 24. Februar 2017

Alles Unikate


Zu den Lesungen in Wuppertal und Bochum-Wattenscheid, 22. und 23. Februar 2017

Mutig las die Kaarster Schülerin und Nachwuchsautorin Meike Wanner vor einem riesigen Auditorium in der Wuppertaler Stadtbibliothek. Sie appellierte in ihren Gedichten, die Gegenwart zu genießen und zu nutzen, „denn alles muss einmal / gehen“. (Aber das war nur eines der Themen, die ihr wichtig waren.) Was er vor großem Auditorium nicht zu sagen vermochte, konnte ein Wuppertaler Schüler ihr noch am Ende der Veranstaltung in kleiner Runde mitteilen: „Deine Texte haben mir am besten gefallen!“
M.T. Martin, M. Wanner, Foto (c)Antje Zeis-Loi, Stadt Wuppertal  














Jürgen Brôcan, Lyriker, Herausgeber, Übersetzer von Gedichten aus Dortmund, las nicht nur neue Texte, sondern hielt ein Plädoyer dafür, dass alles, wirklich alles, Anlass und Stoff für ein Gedicht sein könne, „wir schlucken welten, ungeheuer / neugierig und im vormagen / erinnerungen, die spät abflauen: / nichts geht sofort im blut um, / worte sind wiederkäuer.“ Der „alte Hase“ berichtete auch aus seinem Schulleben. Von der Lehrerin als Vierzehnjähriger befragt, welchen Beruf er einmal ergreifen wolle, habe er „Schriftsteller“ gesagt und habe damit den Zorn der Pädagogin auf sich gezogen, denn ihre Frage sei ernst gemeint gewesen!
 J. Brôcan, M. T. Martin, M. Wanner, Foto: (c)Antje Zeis-Loi, Stadt Wuppertal)  

















In Bochum- Wattenscheid, dem Wohn- und Wirkungsort der 2005 verstorbenen politischen Dichterin Liselotte Rauner, las die 22 jährige Studentin, Journalistin und Nachwuchspreisträgerin Marie Illner. Inspiriert u. a. von Erich Kästner ging es in ihren von Alltagssituationen und Reisen inspirierten Gedichten auch schon einmal gereimt zu, was den circa 60 Schülerinnen und Schülern des Märkischen Gymnasiums sehr gut gefiel.

Silke A. Schuemmer, Marie Illner und Schüler des Märkischen
Gymnasiums, Foto (c) M. Littau 
Fast wie in einer Science-Fiction-Welt fühlten sich Schülerinnen und Schüler endlich beim Vortrag von Silke Andrea Schuemmers Gedichten. Was ist wissenschaftlich machbar, was ethisch vertretbar? Diese Fragen brachte sie mit Texten aus ihrem Gedichtzyklus „In der Petrischale wird es früher Tag“ in Wortkaskaden mit Klangvolumen den Zuhörenden nahe.


Noch nach Ende der Veranstaltung ging das Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern weiter, ja eine Schülerin brachte sogar noch einen eigenen Text zu Gehör. Vielleicht begegneten wir schon einer Nachwuchautorin der kommenden Jahre? Wer weiß.  
Lea Schulz, Märkisches Gymnasium

Am Ende des 7. Durchführungsjahres von postpoetry ein Blick zurück nach vorn
auf fünf Nachwuchsautorinnen und -autoren: Felix Güßfeld, Marie Illner, Tamara Malcher, Thang Toan Nguyen, Meike Wanner
und
fünf Lyrikerinnen und Lyriker: Ingeborg Brenne-Markner, Jürgen Brôcan, Sebastian Polmans, Silke Andrea Schuemmer, Jan Skudlarek
auf einen Workshop
und viele Veranstaltungen
mit Bibliotheken in Bielefeld, Bochum, Essen, Köln, Solingen und Wuppertal,
mit Lehrerinnen und Lehrern und Schulen
und vor allen Dingen mit Schülerinnen und Schülern.
Jede Veranstaltung war besonders.
Alles Unikate!
Danke an alle. Es war schön und spannend und außergewöhnlich und wunderbar.
Bald wird es die neue Ausschreibung 2017 geben. Please hold the line!

Monika Littau


   

Donnerstag, 16. Februar 2017

Lesung am 23.02.2017 in der Stadtbücherei Bochum, Zweigstelle Wattenscheid

Bei der fünften postpoetry-Lesung in diesem Jahr 2017 werden wir Gedichte von Silke Andrea Schuemmer (Preisträgerin) und Marie Illner (Nachwuchsautorin) hören. 
Silke Andrea Schuemmer, (geb. 1973 in Aachen) studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie. 2002 Promotion an der RWTH Aachen mit einer Arbeit über Maria Lassnig. Sie arbeitet als freie Schriftstellerin, schreibt freiberuflich für Zeitungen und Zeitschriften und hält kunsthistorische Vorträge. Einzelveröffentlichungen: Rapunzel, Hörbuch (Hamburg, Hoffmann und Campe, 2008), Remas Haus, Roman (Berlin, Kookbooks, 2004),Tryptichon oder salzig schmeckt der Algenstrang, Gedichte (Berlin, edition fiebrig,1996), Die Form des Fisches ist sein Wissen über das Wasser, Prosa (Berlin, Mariannenpresse, 1996. Außerdem zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien, Literaturzeitschriften und im Hörfunk. Sie hat zahlreiche Preise und Stipendien erhalten und lebt in Berlin.


Ihre Lesungspartnerin Marie Illner wurde 1994 in Bochum geboren, hat 2014 ihr Abitur absolviert. Seit dem Wintersemester 15/16 studiert sie Medienwissenschaften und Anglistik an der Ruhr-Uni Bochum. Das kreative und journalistische Schreiben zählt seit klein auf zu ihren größten Leidenschaften.


Moderiert wird die Lesung von der Bonner Autorin und Initiatorin des Projektes Monika Littau

Lesung am 22.02.2017 in der Stadtbibliothek Wuppertal

Fünf Lyriker und fünf Nachwuchsautoren aus Nordrhein-Westfalen wurden im November 2016 mit Preisen ausgezeichnet. Nun gehen die Autorinnen und Autoren Anfang 2017 in Tandems (Lyriker und Nachwuchsautor) auf Lesereise durch NRW. Neben ihren Texten bringen sie die obligatorischen postpoetry-Lyrikpostkarten mit, die dem Projekt den Namen geben. Am 22. Februar machen Jürgen Brôcan und Meike Wanner Station in der Stadtbibliothek Wuppertal.  








Jürgen Brôcan(geb. 1965) studierte Germanistik und europäische Ethnologie in Göttingen. Er arbeitet als freier Schriftsteller und Übersetzer sowie Literaturkritiker,  Essayist und Herausgeber von Lyrik. Er hat zahlreiche Gedichtbände veröffentlicht, u.a.: 
Ortskenntnis. Gedichte 1996-2006 (München 2008), 
Antidot (Rugerup und Berlin, 2012), 
Holzäpfel (Berlin, 2015), 
Schädelflüchter (Angermünde, 2015), 
hymnenrauh (Dortmund und Oelde, 2016). 
Er erhielt verschiedene Preise und Stipendien, zuletzt den Literaturpreis Ruhr 2016. Jürgen Brôcan lebt in Dortmund.
 





Seine Lesungspartnerin Meike Wanner wurde 1997 in Düsseldorf geboren. Sie ist Schülerin und hat vor vier Jahren mit dem Schreiben von Gedichten begonnen.

Moderiert wird die Lesung von der Kölner Autorin Marie T. Martin.